Whirlybird 505

Gekauft habe ich ihn bereits vor einigen Jahren. Da wusste ich nicht einmal, was für ein Modell es ist. So dreckig wie ich ihn gekauft habe, wurde er erst einmal ins Regal gestellt. Selbst die Haube habe ich nicht geöffnet. Daher blieb für mich auch lange Zeit die Frage offen, ob er ein Freiflugmodell wie der SkyCopter von Cox ist oder ob er auch ferngesteuert ist. Die Karosserie besteht aus tiefgezogenem Material und ließ den Schluss für mich zu, das es sich sehr wahrscheinlich um ein Serienprodukt handelt. Der Whirlybird 505 stammt aus den 1970er Jahren. Bezüglich der Steuerung ist man völlig eigenständige Wege gegangen. Der Auftrieb erfolgt durch eine normale Luftschraube. Der Gegendrehmoment treibt die Hauptrotorblätter an. Der durch den Antrieb entstehende Drehmoment wird somit nahezu komplett ausgeglichen. "Nahezu" deshalb, da der Rumpf mit dieser Einheit noch verbunden ist und trotz einer reibungsschwachen Verbindung sich trotzdem noch mit dem Hauptrotor mitdrehen würde. Aber man will ja schließlich auch den Rumpf um die Hochachse steuern. Üblicherweise würde dieses durch unterschiedliche Anstellwinkel der beiden Rotoren geschehen. Beim Whirlybird würde dieses einen zu hohen steuertechnischen Aufwand bedeuten. Hier sind die Anstellwinkel beider Rotoren konstant. Antrieb und Hauptrotor stellen eine bauliche Einheit dar und sind über eine Hohlwelle mit dem Rumpf verbunden. Diese Welle treibt über ein Umlenkgetriebe den Heckrotor an. Dieser gleicht somit den Restdrehmoment aus und steuert das Modell um die Hochachse. Die Höhe wird über die Motordrehzahl gesteuert. Der Vergaser des Motors wiederum durch die besagte Hohlwelle. Die zyklische Blattverstellung für die Roll- und Nickbewegung des Hubschraubers erfolgt über eine Taumelscheibe, welche die Hauptrotorblätter direkt verstellt. Die beiden Hauptrotorblätter sind durch eine Welle mit einander verbunden, so wie man es bei der Bell/Hiller-Mischung von der Paddelstange mit seinen Steuerflügeln kennt. Nur das es sich hierbei um die Hauptrotorblätter handelt. Im 90°-Winkel dazu versetzt, befindet sich fest verbunden eine Steuerstange an derem Ende Gewichte montiert sind. Durch den kraftschlüssigen Verbund dieser Einheit darf sie nicht mit dem "Bell-Rotorkopf" verglichen werden. Die gesamte Konstruktion sieht nicht nur eigenwillig aus, sondern erregt bei dem Betrachter häufig Skepsis bezüglich der Flugtüchtigkeit aus. Und wenn ich nicht schon Videos gesehen hätte bestünde sie noch heute bei mir. (FH 2008)

Mehr Informationen erhalten Sie im Museumsbrowser unter:

(Modellbaubereich / Hersteller / Modellname)

 

Hubschrauber

Hubschrauber-Trainer

DuBro

Whirlybird 505

Zurück zur Modell-Liste von