Lockheed Cheyenne

Auch an dieses Projekt bin ich mit der Maßgabe herangegangen, das Modell möglichst einem Vorbild nachzuempfinden. Die meisten Nachbauten, die als Basis diesen Baukasten hatten, haben entweder eine fiktive zivile Lackierung oder es wurde eine militärische Lackierung gewählt, die dem allgemeinen Erscheinungsbild der US-Armee weitgehends entspricht. Die besondere Schwierigkeit besteht als erstes auch darin ein geeignetes Vorbild zu finden, denn schließlich gibt es nicht mehr viele Vorbilder von diesem Hubschrauber, von dem ja auch nur 11 Prototypen gebaut wurden. Selbst die gut erhaltenen,die sich in Museen befinden, wurden äußerlich so bearbeitet, dass sie mit dem Erscheinungsbild zur Zeit der Erprobung nur wenig gemein haben. Es hat schon einiges an Recherche bedarft, bis ich so viele Informationen zusammen hatte, die zu einem ganzheitlichen Bild eines Prototypen geführt haben. Jedoch mit der Einschränkung, dass dieses nur eine Momentaufnahme ist. Schon während der Erprobung wurden die Hubschrauber umlackiert und Beschriftungen neu gesetzt. Die Wahl viel schließlich auf Prototyp 1010, da er als einziger einen aufgemalten Indianerkopf auf dem Rumpf hatte. Jedoch bin auch ich einen Kompromiss eingegangen. Ich wollte auf jeden Fall die rote Lackierung am Heckausleger verwenden. Bei Nr. 1010 habe ich keinen Beleg dafür, dass auch bei ihm diese Kennzeichnung vorhanden war. Bei den meisten anderen war es zumindest zeitweise so lackiert. Passend zur Flachmechanik des System 80 (1980) sollte natürlich auch ein vorbildähnlicher Rumpfbausatz angeboten werden. Für mich erstaunlich ist, wie Dieter Schlüter zur Zeit des "kalten Krieges" und der damit verbundenen Geheimhaltung von Militärprojekten, an Unterlagen gelangen konnte, mit denen ein Nachbau möglich war. Interessant zu Wissen wäre auch für mich, woher er überhaupt Kenntnis von diesem Hubschrauber hatte. Ich weiß nicht ob über dieses Projekt in Fachzeitschriften berichtet wurde. Insgesamt gibt es auch kaum Vorbilder, die eine verhältnismäßig geringe Aufbauhöhe haben. Schließlich sollten gerade die Vorteile des möglichst Nahe an der Rotorkreisebene gelegenen Schwerpunktes auch bei einem vorbildähnlichen Rumpf zur Geltung kommen. Gegenüber dem Vorbild galt es aber eine ganze Reihe an Kompromissen einzugehen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Rumpf, konnte der Schalldämpfer nur außerhalb montiert werden. Auf den Druckpropeller musste verzichtet werden.Auf den ersten Prospekten wurde ein Modell gezeigt, bei dem der Start von der Spitze des Rumpfes erfolgen sollte. In der Serienfertigung wurde dieses nicht umgesetzt. Der mechanische Aufwand, verbunden mit dem Gewichtzuwachs, wäre zu groß gewesen. Leider war die Nachfrage nach Bausätzen mit der Flachmechanik zu gering und verschwand bereits nach 2 - 3 Jahren. (FH 2010)

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